Gesunder Schlaf – Was du über gesunden Schlaf wissen solltest

Von Barbara J. Schönfeld | Schlafstörungen

Sep 25
gesunder schlaf titel
  • Du willst wissen, ob deine Schlafstörungen normal sind?
  • Auf dieser Seite erfährst du, wie gesunder Schlaf abläuft.
  • Du erfährst, was du selbst dafür tun kannst, damit gesunder Schlaf sich ganz natürlich einstellt

Keine Lust zu lesen!? Komm‘ ich lese dir den Beitrag vor!

Wie gesunder Schlaf abläuft

Während des Schlafens passiert sehr viel, gerade wenn du dich ausruhst. Dein Körper ist in Hochform: Gewebe wird repariert, Körperzellen regeneriert. Gerade in der Nacht sind die größten Entgiftungsorgane Leber, Lunge und Dickdarm in Hochform.

Dein Gehirn befasst sich mit den Informationen, die du tagsüber gesammelt hast und sortiert die wichtigen und unwichtigen Informationen. Von der Fülle der Informationen bekommst du meist nichts mit, denn dein Bewusstsein wäre total damit überfordert. Viele Dinge werden einfach ausgeblendet.

Doch dein Unterbewusstsein nimmt erst einmal alles auf. Sämtliche Geräusche und Reize deiner Umgebung. Es sammelt alles: Licht, Gerüche, vorbeifahrende Autos usw. Aber das meiste wird erst einmal ausgeblendet, denn du wärst total damit überfordert.

In der Nacht entscheidet dann dein Gehirn, was im Gedächtnis bleiben soll und was du ohne Probleme einfach vergessen kannst. Außerdem wird Gelerntes im Schlaf nochmal verarbeitet. Deshalb ist es so wichtig, was du kurz vor dem Schlafengehen deinem Gehirn als Futter anbietest: aufregende Fernsehsendungen mit Nachrichten von Krieg und Verbrechen oder etwas Schönes, was dir Freude bringt.

gesunder schlaf fernseher

Gesunder Schlaf - Wieviel brauchst du?

Pauschal kann man das nicht so sagen, denn jeder Mensch ist unterschiedlich und hat auch ein unterschiedliches Schlafbedürfnis. Ein Baby braucht bis zu 16 Stunden Schlaf. Mit zunehmendem Alter brauchen wir weniger Schlaf. Normal sind sechs bis acht Stunden Schlaf für einen Erwachsenen.

Die optimale Länge, damit du dich wirklich fit und ausgeschlafen fühlst hängt auch von deinen persönlichen Lebensumständen ab. Wenn du körperlich schwer arbeitest, brauchst du einfach mehr Erholung. Wenn du krank bist, musst du einfach länger schlafen, damit dein Körper die Heilarbeit für dich tun kann.

Wichtiger aber als die Länge ist die Qualität deines Schlafes.

Gesunder Schlaf - Die Schlafphasen

Ein gesunder Schlaf verläuft in vier Phasen. Um dich richtig zu erholen, musst du die verschiedenen Schlafphasen zwischen vier und sechsmal durchlaufen. Ein Schlafzyklus (ca. 90 Minuten) besteht aus

Einschlafphase

Wenn du dich ins Bett legst und versuchst einzuschlafen kommst du zuerst in die Einschlafphase, bei der dein ganzer Körper in Entspannung geht. Dein Puls verlangsamt sich, deine Atmung wird tiefer und du atmest auch langsamer. Vielleicht spürst du, dass du schwerer wirst oder du hast das Gefühl zu fallen. In dieser Phase können kleinste Störungen dich gleich wieder wach machen, da dein Schlaf noch sehr oberflächlich ist.

Deshalb ist es sehr wichtig, dass du auf eine gute Schlafumgebung achtest. Lies dazu auch unbedingt meinen Artikel: Hilfe bei Schlafstörungen- Dein optimaler Schlafplatz

Wichtig ist vor allen Dingen auch, dass du dein Zimmer abdunkelst, denn deine Zirbeldrüse produziert nur genügend Melatonin, wenn es dunkel ist. Nur wenn genügend Melatonin im Blutkreislauf vorhanden ist, bereitet sich dein Körper auf den Schlaf vor. Er fährt alle Systeme runter und du beginnst dich zu entspannen.

Deshalb spürst du auch im Winter öfter Tagesmüdigkeit als im Sommer. Jetzt könntest du natürlich auf die Idee kommen, Melatonin einzunehmen und damit allem Übel ganz leicht zu entkommen. Doch das ist leider nicht wahr, auch wenn dir das öfter versprochen wird.

Sicherlich wirst du anfangs besser einschlafen können. Aber es kann massive Nebenwirkungen verursachen: Reizbarkeit, Nervosität, Migräne, Bluthochdruck sind nur ein paar der möglichen Nebenwirkungen. Ebenso sind Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten bekannt. Also lasse dich bitte unbedingt ausführlich beraten, wenn du Melatonin ausprobieren möchtest. Lies hierzu auch den Artikel Melatonin bei Schlafstörungen.

Und vor allen Dingen, hole dir mehrere Meinungen ein. Ich habe schon von so vielen schlechten Beratungen gehört, dass ich dich wirklich warnen will, zu gutgläubig zu sein. Es hat noch niemals geschadet, mehrere Fachleute zu befragen und dann sich selbst zu entscheiden, was man nun wirklich tun will.

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Leichtschlafphase

Die Hälfte der Schlafenszeit verbringst du in der sogenannten Leichtschlafphase. Hierbei ist dein Gehirn wenig aktiv und dein Bewusstsein ausgeschaltet. Du bist entspannt und hast fast keine Augenbewegungen.

In dieser Phase kannst du natürlich auch leichter aufwachen, d. h. wenn du dich umdrehst und dein Körper dabei schmerzt, wirst du schneller wach, als wenn du in einer Tiefschlafphase bist.

Tiefschlafphase

Besonders gut erholst du dich natürlich in der Tiefschlafphase. Dann wirst du auch nur sehr schwer von Geräuschen aufgeweckt. Wenn du doch einmal in dieser Phase geweckt wirst, hast du Schwierigkeiten sofort ins normale Bewusstsein zu kommen.

Diese Tiefschlafphase ist die wichtigste für deine Erholung. Hier findest du tiefe körperliche und seelische Entspannung, Heilungsprozesse werde in Gang gesetzt und du kannst sehr viel Kraft tanken. Wenn du nicht lange genug in dieser Phase bist, wirst du auch empfindlicher für Muskel-, Gelenk- und Skelettschmerzen.

REM-Phase

Wenn du jetzt in den REM-Schlaf kommst, ist dein Gehirn sehr aktiv. Typisch für diese Phase ist, dass sich deine geschlossenen Augen schnell hin und her bewegen. In dieser Zeit träumst du und verarbeitest vor allen Dingen Informationen und emotionale Erlebnisse.

Diese vier Schlafphasen durchläufst du normalerweise mehrmals in einer Nacht. Ein ganzer Schlafzyklus dauert etwa 90 Minuten. Zu Beginn der Nacht bist du ziemlich lange im Tiefschlaf und deine REM-Phasen dauern nur wenige Minuten. Gegen Ende der Nacht werden die Tiefschlafphasen immer kürzer, dafür bist du bis zu einer Stunde in der REM-Phase.

 

Gesunder Schlaf - Was kannst du selbst tun?

Gesunder Schlaf kommt nicht ganz von alleine. Wenn du ein glückliches Leben lebst, voller Erfüllung und Freude, wirst du keine Probleme haben und abends immer leicht einschlafen können.

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Doch unser Leben ist oftmals sehr stressig und wir befinden uns auch oft im Hamsterrad, in dem wir dann abends einfach weiterrennen und nicht zur Ruhe kommen.

Deshalb ist es wichtig, dass du schon tagsüber etwas für deinen gesunden Schlaf unternimmst. Wenn du tagsüber in deine Mitte kommst, wirst du abends leichter einschlafen. Lies hierzu auch meinen Artikel Entspannungsübungen bei Schlafstörungen. Hier findest du viele Möglichkeiten, wie du ganz schnell in deine Mitte kommst.

Wichtig ist ebenfalls, dass du regelmäßige Zeiten für deinen Schlaf einhältst, denn so unterstützt dich dein Unterbewusstsein, indem es dir sagt, dass jetzt Schlafenszeit ist. Wie du das genau machst, findest du im Artikel Einschlafritual. Hier lernst du, wie du dein persönliches Einschlafritual zusammenstellen kannst und somit die Hauptarbeit deinem Unterbewusstsein überlässt.

Ich wünsche dir alles Liebe und dass du immer gut schlafen kannst

Herzlichst deine

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Über den Autor

Barbara hat eine pharmazeutische Ausbildung und arbeitet seit über 40 Jahren in öffentlichen Apotheken und in ihrer Praxis. Sie ist Heilerin, psychologische Beraterin und Coach und beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit dem Thema Schlafen. Kennst du schon die Facebook Fanpage mit täglich neuen Infos übers gesunde Schlafen?

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